Bewusste Stille schaffen

16.11.2025

Bischof Thomas Wihler brachte den Glaubensgeschwistern in Visp ein Bibelwort aus Habakuk 2.20 mit: «Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei stille vor ihm alle Welt!»

Zu Beginn erwähnte der Bischof die Worte von Stammapostel Jean-Luc Schneider, die er am letzten Sonntag geprägt hat: Jesus will in unseren Herzen wohnen, fest eingewurzelt.  

Es gibt viele Götzen, die wir anbeten könnten, die vielleicht gut aussehen, aber kein Leben in sich haben. Gott aber ist präsent, er spricht zu uns, lehrt und führt uns.

Jesus Christus kam als einfacher Mensch auf die Welt, er hat das Evangelium gebracht, Wunder getan, um von seiner Herkunft zu zeugen. Die Kirche Christi ist heute weltumspannend, in der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Die Menschen wurden durch Gottes Gegenwart berührt. Wer Jesus sieht und hört, hat Berührung mit Gott.

In der heutigen lauten Welt ist das Evangelium bewahrt geblieben, auch wenn sich vieles in der Welt ändert. Das Evangelium bleibt kräftiger als alles, was in der Welt ist.

Wir wollen stille halten vor Gott, uns bewusst machen, er möchte uns in der lauten Welt etwas sagen.

  • Stille finden, damit wir Gott hören
  • Uns bewusst sein, dass er da ist – dass er präsent ist auf der Erde
  • Wir sind Tempel Gottes, wir glauben an Jesus Christus
  • Er hat die Liebe in uns gelegt, er möchte in uns präsent sein

Stille sein? Stille braucht Raum. Wenn es in unseren Herzen stille wird, können wir uns mit Jesus Christus befassen, mit Gott in Berührung kommen. Dann können wir ihn fühlen und uns auch mit dem Evangelium beschäftigen.

Im Vertrauen und in Demut finden wir den Weg zu Gott – 2 Minuten pro Tag gehören nur Gott. Uns selbst diesen Raum schenken, das schaffen wir! Zeit, um über die Beziehung zu Gott nachzudenken. Was gibt sie uns? Er liebt uns so, wie wir sind, darauf können wir uns verlassen!

Höre ich, wenn Gott mit mir spricht? Bin ich erreichbar für ihn? Nehme ich ihn wahr? Wir wollen unser Herz öffnen, um uns von Gott ansprechen zu lassen, beten wir um ein offenes Herz, um Gott zu erleben.

Für die Gemeinde Visp wurde die Diakonin Vanessa bestätigt. Sie wurde herzlich willkommen geheissen und der Bischof wünschte ihr viel Freude und Segen bei ihrem Wirken.

Der Bezirksvorsteher Oliver Blindenbacher, die Organistin und der Gemeindegesang rundeten den Festgottesdienst wunderbar ab.

 

Fotos: Severin Landmesser
Bericht: Brigitte Landmesser
Bearbeitung: Thomas Wihler/Brigitte Landmesser