Interview mit Priester Pius Wenger

07.10.2025

Die Gemeinde Visp hat einen neuen Gemeindevorsteher erhalten. Aber wer ist dieser junge Priester? Wir stellen ihn hier gerne etwas näher vor.

Wo bist du aufgewachsen? Wo hast du deine Kindheit verbracht?
Bis ich 5 Jahre alt war, wohnten wir in Heimberg. Danach sind wir nach Spiez, in das Elternhaus meines Vaters, gezogen. Dort ging ich zur Schule und verbrachte die gesamte Kindheit in Spiez. Als Jugendlicher wohnte ich etwa 2 Jahre im Schwäbis (Steffisburg). Nach der Hochzeit im Jahre 2008 sind wir dann wieder nach Spiez gezogen, wo wir bis jetzt geblieben sind.

Was machst du beruflich?
Ich habe Möbelschreiner in einem kleinen Betrieb in Oey-Diemtigen erlernt. Danach war ich ein paar Jahre temporär unterwegs, um Erfahrungen zu sammeln. Nach einer sehr kurzen Zeit im Verkauf, zog es mich wieder in die Werkstatt, um handwerklich tätig zu sein. Seit über 10 Jahren bin ich nun in Thun-Allmendingen bei der Fuchs Thun AG und produziere Spielplätze für die Kinder. Dazu gehört auch das Aufbauen neuer Spielplätze, jährliche Inspektionen, flicken und unterhalten der Spielplätze. So komme ich in der ganzen Schweiz herum und sehe viele schöne Orte, welche ich sonst wahrscheinlich nie kennengelernt hätte.

Wie verbringst du deine Freizeit?
Schon als Kind hat mich das Trommeln fasziniert. Dies durfte ich erlernen und bis heute, mit einer längeren Pause dazwischen, übe ich dieses Hobby aus. Ich bin gerne in der Natur am Wandern oder lasse auch mal gerne die Seele, mit einem Glas Wein auf der Terrasse baumeln.

Wann hast du von den Plänen als Vorsteher in Visp zu dienen, erfahren?
3 Wochen vor unseren Sommerferien habe ich davon erfahren. Nach einem Telefonat und einem kurz darauffolgenden Besuch unseres Bezirksvorstehers, haben sich diese Pläne konkretisiert. Nach dem Urlaub war es dann schon so weit, dass ich als neuer Vorsteher für Visp beauftragt wurde.

Was waren deine ersten Gedanken?
Ganz ehrlich; ich dachte, warum ich?! Es gibt doch so viele andere, besser geeignetere Personen als mich. Doch wenn dich der Herr ruft, dann soll es so sein.

Was bedeutet diese neue Aufgabe für dich und deine Familie?
Im ersten Moment dachte ich, wie soll das gehen. Ich in Visp und die Familie in Thun. Wir versuchen es so zu gestalten, dass alle glücklich und zufrieden sind. Die Aufgabe als Vorsteher bringt vieles mit sich, was neu für mich ist. Es gibt viele Dinge, die organisiert/erledigt werden müssen und da bin ich froh und dankbar, dass wir als Familie Ja zu dieser Aufgabe gesagt haben. Auch mein lieber Mitpriester in Visp, ist eine sehr grosse Hilfe und Stütze für mich!

Wirst du weiterhin in Thun tätig sein? Deine hauptsächlichen Aufgaben dort?
Da in Visp nur sonntags Gottesdienst ist, bin ich am Wochengottesdienst meistens in Thun. Ich habe noch etliche Glaubensgeschwister, welche ich in Thun betreue und bin dazu noch Leiter Unterricht in der Gemeinde Thun.

Worauf freust du dich am meisten in der dir zugeteilten Gemeinde?
Ich freue mich auf die Herausforderung die Gemeinde weiter auf dem Weg zum Ziel zu begleiten und zu führen. Zeit miteinander zu verbringen, einander kennenlernen, einander helfen und unterstützen und so eine Gemeinschaft zu haben, wo sich ein jedes Wohlfühlen kann.

Was wünscht du dir für die Glaubensgeschwister in Visp?
Ich wünsche mir, dass sich ein jedes in der Gemeinde wohlfühlt, respektiert und verstanden fühlt und dass sich die Gemeinde weiterentwickelt, im Glauben wachsen kann und gestärkt wird.

Herzlichen Dank für das Interview. Wir wünschen dir und deiner Familie viel Freude und Segen in den beiden Gemeinden Visp und Thun!


Fotos: zVg
Interview/Bearbeitung: Brigitte Landmesser