Persönliche Zuwendung von Gott

11.06.2024

Wenn ein Jubelpaar sich wünscht, den Segen Gottes zu ihrer Goldhochzeit zu empfangen, ist das ein sehr bewegender Moment. So geschehen am gestrigen Sonntag in der Gemeinde Spiez. Mit musikalischen Höhepunkten durch den Organisten und die Querflötenspielerin, wurde es ein sehr berührender Festgottesdienst.

Der Bezirksvorsteher, Hirte Oliver Blindenbacher ging auf die im verarbeiteten Bibelwort erwähnte «Maria» ein. In der Kirche ist Maria ein Sinnbild für die Kirche Christi. Maria hat im Glauben die Verheissung von Jesu Geburt angenommen, obwohl es verstandesmässig nicht möglich war. Sie hat sich um ihn gekümmert, ihn aufgezogen und ihm gegeben, was ein Kind braucht. Maria hat Jesus am Ende ans Kreuz begleitet. Jesus gab Johannes den Auftrag, sich danach um seine Mutter zu kümmern.

Einige zusätzliche Gedanken aus der Predigt:

  • Gott hat uns berufen, das ist nicht selbstverständlich
  • Es ist unsere Entscheidung, die Nachfolge anzunehmen
  • Es ist Gnade Gottes, wenn wir in der Nachfolge bleiben dürfen
  • Demut prägte den Dienst von Maria – sie soll unser Vorbild sein
  • Auch wenn wir nicht immer alles einordnen können – Gott liebt uns!
  • Gott führt uns in die Vollendung

Nach der Feier des Heiligen Abendmahls, durften Edith und Hans-Ruedi den Segen zum 50-jährigen Ehejubiläum entgegennehmen.

Ansprache zur Segenshandlung:
«Ihr habt euch den Segen Gottes gewünscht. Gott wendet sich jetzt ganz persönlich an euch. Er hat euch während vielen Jahren befähigt, zur Mitarbeit und zum Dienst in seinem Werk. Es gibt jetzt keinen «Ersatzsegen», für die Segen, die ihr in der Vergangenheit bereits erhalten habt, sondern einen zusätzlichen Segen für die kommende Zeit. An Gottes Segen ist alles gelegen.»

Das Lied «Häb Dank» von Adolf Stähli, das der Organist nach der Segensspendung spielte (der Text dazu wurde für alle lesbar, eingeblendet), bewegte die grosse Festgemeinde sichtlich.

Nach dem Gottesdienst durften alle Anwesenden bei einem ausgiebigen Apéro mit dem Goldhochzeitspaar und den Gästen Gedanken austauschen.

 

Fotos: Marcel Gyger
Bericht/Bearbeitung: Brigitte Landmesser