Der Bischof diente mit dem Bibelwort aus den Sprüchen Salomos, 8.22 + 23: „Der Herr hat mich (die Weisheit) schon gehabt im Anfang seiner Wege, ehe er etwas schuf, von Anbeginn her. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde war."
Der Schreiber dieser Sprüche nannte nicht die Weisheit, die die Menschen haben und entwickeln. Salomo nannte die Weisheit Gottes, die war, ehe er die Welt erschaffen hatte. Diese Weisheit wirkt und schafft auch heute in unserer Zeit. Der Bischof erwähnte die Zeit der ersten Christengemeinde. Der Heilige Geist, dieser Geisteswind wirkt auch in der Gegenwart. Die Kraft ist nicht weniger als damals. Er wirkt in der Kirche, der Gemeinde der Gemeinschaft gemäss dem Auftrag an Auffahrt. Wo 2 oder 3 in meinem Namen versammelt sind, will ich mitten unter ihnen sein. Gott ist gegenwärtig!
Denken wir an das Geschehen von Paulus und Silas im Gefängnis, (Apostelgeschichte 16) sie wurden errettet! Gott hat uns alle aus grosser Gnade berufen, das muss uns immer im Bewusstsein stehen.
Hier wirkt Gott! Nicht nur die Amtsträger, sondern wir sind berufen, in der Gemeinschaft diese Kraft zu erleben. Das soll aber in uns etwas bewirken! Das Abendmahl ist ein Gemeinschaftsmahl und soll das „würdig werden“ bewirken. Wir sollen in das Wesen Christi hineinwachsen, ein lesbarer Brief Christ werden, das ist die Weisheit, die der Heilige Geist bewirkt. Wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Wohlgefallen vom Herrn, das ist unser Ziel. Wer aber mich verfehlt, zerstört sein Leben; wir sollen den Zugang zu dieser Weisheit suchen. Die Frage steht da, wie haben wir Zugang zu dieser göttlichen Weisheit? Der Schlüssel wird uns im Lied 81 des Gesangbuches gegeben: „Geist der Wahrheit lehre mich, aller Weisheit Quelle kennen.“ Aber auch im Wort aus Matthäus 7.7: „Jesus Christus spricht: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan."
Die Weisheit Gottes ist oft Torheit bei den Menschen, uns ist es aber eine Gotteskraft. Wir sollen die Zeit nützen und Prioritäten setzen. Dazu diente das Beispiel von den 5 klugen und törichten Jungfrauen. Die Klugen nützten ihre Zeit aus, um würdig zu werden. Diese Bereitschaft darf nicht fehlen. Nütze die Zeit zur Vorbereitung auf das Wiederkommen Jesu.
Der Bischof stellte die Frage: Was ist dein Mittelpunkt, vor dem Gottesdienst, im Gebet, in der Gemeinschaft? Weiter sollen wir Früchte (Tugenden) hervorbringen, wie sie in Galater 5.22 stehen. Rat des Bischofs - jeden Monat eine Tugend besonders pflegen. Beginnen wir mit der Freundlichkeit.
Das sollen wir auch immer vor jedem Gottesdienst tun, das ist Weisheit Gottes! Vieles versteht die Weisheit der Menschen nicht, das kann der Verstand nicht fassen, aber mit dem Glauben lernen wir in das Wesen des Sohnes Gottes hineinzuwachsen. Wir wollen die Beziehung zu Jesus und Gott jeden Tag zu pflegen.
In seinem Mitdienen hat der Gemeindevorsteher, die Gedanken des Bischofs unterstrichen. Nach der
Sündenvergebung, der Feier des Heiligen Abendmahles und dem Schlusssegen sangen die
anwesenden Glaubensgeschwister gemeinsam das schöne Lied: „Das Gotteshaus ist unsere Lust und
wird es immer mehr.“
Bericht/Fotos: HUL
Bearbeitung: Brigitte Landmesser