Apostel Thomas Deubel erzählte eine etwas lustige Episode von seinen letzten Ferien. Dort hatte er einen Gottesdienst besucht. Ein Ort, wo man ihn nicht kannte. Er habe sogar die Schutzmaske extra noch etwas mehr hochgezogen. Er wünschte sich, den Gottesdienst einfach gemütlich im Kirchenbank geniessen zu können. Dann kam bei ihm die Frage auch auf: „was erwarte ich vom Gottesdienst?“ Sicher einmal Stärkung zu bekommen, den Segen zu erhalten aber auch Freude. Und sein Wunsch oder die Erwartung war auch, dass der liebe Gott ihm doch einige Sorgen abnehmen könnte.
Wir dürfen alle mit Erwartungen kommen. Der Herr tut sicher etwas. Wir dürfen alles ins Gebet legen. Hier ist der Glaube sehr wichtig. Auch der blinde Mann musste daran glauben, dass er wieder sehen kann. Was wollen wir? Der liebe Gott öffnet auch uns die Augen. Es benötigt einfach die richtige Sehensweise. Manchmal stellen wir fest, dass wir etwas sehen und sehen es doch nicht. Er lenkt unseren Blick auf Menschen, welche diese Sehensweise auch suchen, denen wir beistehen können. Die rechte Sehensweise zeigt uns den göttlichen Weg für die Zukunft.
Vor seiner Ruhesetzung, durfte Priester Ruedi Wenger noch ein letztes Mal mitdienen.
Er betonte, dass am Apostelaltar heute ein spezielles Licht geleuchtet hat. Der Apostel erwähnte vier seiner persönlichen Erwartungen. Er habe einfach EINE Erwartung. Würdig zu werden im Glauben. Die letzte Woche hat ihn immer ein Lied aus der Chormappe begleitet. „Bis hierher hat der Herr geholfen“. Er erwähnte, dass ihm seine Vorangänger stets die richtige Sehensweise gegeben haben. Manchmal sei der Blick auch trüb gewesen, dann kommt man zum Altar Gottes und der Blick wird wieder klarer.
Nach dem heiligen Abendmahl wurde Priester Ruedi Wenger, nach 41 Jahren aktiver Amtszeit, in den Ruhestand versetzt. Einige Eckdaten wurden vom Vorsteher der Gemeinde vorgelesen.
Ein zusätzlicher Festanlass war, dass Bezirksevangelist i.R. Georg Ruf und seine Gattin Yvonne den Segen zur Goldenen Hochzeit erhalten durften. Hier erwähnte der Apostel, dass man gerade beim Jubelpaar von einer grossen Liebe sprechen kann, hier sei der Beweis.
Der Gottesdienst wurde vom Organisten wie vom Violinen-Ensemble musikalisch umrahmt.
Bericht: Jeanette Burren
Fotos: Marcel Gyger
Bearbeitung: Brigitte Landmesser